Das Haus
Ein guter Ort...
Das Haus
Die stilvolle Villa am Harvestehuder Weg 44 wurde 1860 von dem berühmten Hamburger Baumeister Martin Haller als Wohnhaus für die Familie Bielenberg erbaut. 1901 ging sie in den Besitz des erfolgreichen Kaffeekaufmanns und Konsuls für den Freistaat Salvador Gustav Müller über. Zu dieser Zeit war das Grundstück 14.000 qm groß, grenzte direkt an die Alster und umfasste neben der Villa noch ein altes strohgedecktes Bauernhaus mit Kuhstall und Hühnerhof, einen Ententeich sowie Weideland für die Kühe.
Gustav Müller verkaufte 1911 die südlichsten 4.000 qm, auf denen Tennisplätze entstanden, ließ das Bauernhaus abreißen und errichtete stattdessen ein Treibhaus und ein Gärtnerhaus, das mit dem Wohnhaus verbunden war. Die Villa selbst wurde von Martin Haller zu ihrer heutigen Form umgebaut und erhielt mit ihrem offenen Säulengang zur Haustür einen Hauch von oberitalienischem Landhaus.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden alle nicht von der Familie benötigten Räume vermietet, und nach Kriegsende 1945 wurde das Anwesen von der britischen Besatzungsmacht beschlagnahmt. Wahrscheinlich begann schon in jenen Tagen die Geschichte des Anglo-German Clubs, denn in der hübschen Villa dürften die englischen Offiziere sich schnell heimisch gefühlt haben.
Nach der Freigabe durch die Besatzer wurden Haus und Grundstück wieder von der Familie vermietet, aber nachdem die Stadt Hamburg zunächst das Gartenland als öffentliche Grünanlage und schließlich auch den Uferstreifen als öffentlichen Weg beanspruchte, verkaufte die Erbengemeinschaft das mittlerweile nur noch 4.117 qm große Grundstück samt Gebäuden an die Stadt, die es an den Club vermietete.
1989 erwarb der Anglo-German Club das Haus sowie das Erbbaurecht am Grundstück. Damit ist der Fortbestand des traditionsreichen Hamburger Clubs für die nächsten zwei Generationen gesichert.

Mitgliedern und Gästen stehen heute in dem Haus an Räumlichkeiten zur Verfügung: eine große Lounge mit Kamin und weitem Blick auf die Alster, ein geräumiges Kaminzimmer im Erdgeschoss mit einem halben Dutzend Sitzecken, eine Bar auf jeder Etage, das weitläufige Restaurant mit 60 Plätzen, ebenfalls mit Blick auf die Alster, und zwei große Veranstaltungsräume im Obergeschoss, die sich durch bewegliche Trennwände zu kleineren Einheiten aufteilen lassen.
